Bestimmte Krebsmedikamente und Bestrahlungsverfahren können das Herz-Kreislauf-System belasten. Mögliche Folgen sind eine Einschränkung der Herzfunktion, Bluthochdruck, Gefäßveränderungen oder Herzrhythmusstörungen.
Kardioonkologie
Die Kardioonkologie begleitet Patientinnen und Patienten vor, während und nach einer Tumortherapie. Ziel ist es, bereits bestehende Risiken zu erkennen, Veränderungen frühzeitig festzustellen und eine notwendige onkologische Behandlung möglichst sicher zu ermöglichen.
Je nach Therapie erfolgen EKG, Echokardiografie mit speziellen Funktionsmessungen, Blutdruckkontrollen und Laboruntersuchungen. Bei Auffälligkeiten stimmen wir das weitere Vorgehen eng mit den behandelnden Onkologinnen und Onkologen ab.
Wie ausgeprägt die Kardiotoxizität ausfällt, unterscheidet sich je nach Wirkstoff; am besten untersucht ist sie für Anthrazykline, HER2-gerichtete Antikörper und einzelne zielgerichtete Therapien. Vor Beginn einer Chemotherapie erfassen wir deshalb den Ausgangsbefund mit einem Herzultraschall, damit spätere Veränderungen der Herzfunktion überhaupt einzuordnen sind. In welchen Abständen die Kontrollen danach sinnvoll sind, richtet sich nach Substanz, Dosis und persönlichem Risiko.
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