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Erhöhtes Lipoprotein(a): Ab wann ergänzen Kalziumscore und Gefäßultraschall den kardiologischen Check-up in Augsburg?

Auf einen Blick: Ein erhöhtes Lipoprotein(a) ist ein genetisch bedingter Risikofaktor für Herzinfarkte und Schlaganfälle, der eine präzise diagnostische Einordnung erfordert. Durch die gezielte Ergänzung des Check-ups um einen Kalziumscore (Herz-CT) und Gefäßultraschall lässt sich das individuelle Risiko objektivieren und die Therapie frühzeitig anpassen. In unserer Augsburger Privatpraxis CORTINUUM bieten wir Ihnen diese spezialisierte Diagnostik auf Basis aktuellster wissenschaftlicher Leitlinien an.

Vielleicht kennen Sie das: Sie leben gesund, achten auf Ihre Ernährung, bewegen sich regelmäßig – und trotzdem stellt Ihr Arzt bei einer Routineuntersuchung einen stark erhöhten Lipoprotein(a)-Wert fest. Weil dieser Wert genetisch festgelegt ist und sich weder durch Sport noch durch eine Ernährungsumstellung nennenswert beeinflussen lässt, löst er bei vielen Betroffenen Verunsicherung aus. Die Frage, die dann im Raum steht, ist naheliegend: Brauche ich jetzt Medikamente – oder sind meine Gefäße trotz dieses Laborwerts noch völlig gesund? Um das fundiert beantworten zu können, gehen wir bei CORTINUUM über die reine Labordiagnostik hinaus und schauen uns den Zustand Ihrer Gefäße direkt an.

Was ein erhöhtes Lp(a) für Ihr persönliches Herzrisiko bedeutet

Lipoprotein(a), kurz Lp(a), ist ein Partikel im Blut, das dem sogenannten „schlechten“ LDL-Cholesterin ähnelt. Allerdings trägt es zusätzlich eine besonders klebrige Eiweißkomponente – das Apolipoprotein(a). Diese Kombination macht Lp(a) doppelt problematisch: Es fördert sowohl die Gefäßverkalkung (Atherosklerose) als auch die Bildung von Blutgerinnseln (Thrombosen).

Grenzwerte im Überblick

In der medizinischen Fachwelt besteht heute Einigkeit, dass Lp(a) mindestens einmal im Leben bei jedem Erwachsenen bestimmt werden sollte. Bei der Bewertung unterscheiden wir zwei Schwellen:

Wie Lp(a) das Gesamtrisiko und Ihre LDL-Zielwerte beeinflusst

Ein isoliert hoher Lp(a)-Wert ist ein deutliches Warnsignal, wird aber immer im Zusammenhang mit Ihrem Gesamtrisiko betrachtet. Dafür nutzen wir standardisierte Instrumente wie den SCORE2 der European Society of Cardiology (ESC). Ein hohes Lp(a) wirkt dabei als Risikoverstärker: Es kann dazu führen, dass wir Ihre LDL-Cholesterin-Zielwerte deutlich strenger ansetzen müssen, um das Gesamtrisiko auszugleichen. Die Logik dahinter ist einleuchtend – wenn das „klebrige“ Lp(a) bereits die Gefäße belastet, muss das „normale“ LDL umso niedriger gehalten werden, damit die Schutzwirkung erhalten bleibt.

Kalziumscore per CT: Wann ist diese Untersuchung sinnvoll?

Die moderne Kardiologie verlässt sich längst nicht mehr allein auf statistische Risikoberechnungen. Mit dem Kalziumscore (auch CAC-Score genannt) – einer speziellen Computertomographie des Herzens ohne Kontrastmittel – lässt sich die tatsächliche Menge an verkalkten Ablagerungen in den Herzkranzgefäßen direkt messen.

Wann wir die Untersuchung empfehlen

In unserer Praxis in Augsburg raten wir bei erhöhtem Lp(a) in folgenden Situationen zu einem Herz-CT:

Was der Agatston-Score aussagt

Das Ergebnis der Untersuchung wird als sogenannter Agatston-Score angegeben. Ein Wert von 0 ist ein ausgezeichnetes Zeichen: Er bedeutet, dass aktuell keine nennenswerten Verkalkungen nachweisbar sind – Fachleute sprechen von der „Power of Zero“. Werte zwischen 1 und 99 deuten auf eine beginnende koronare Herzkrankheit hin. Liegt der Score über 100 oder oberhalb der 75. Perzentile für Ihr Alter, ist eine intensive präventive Behandlung angezeigt.

Gefäßultraschall: Ergänzende Diagnostik an Hals- und Leistengefäßen

Während der Kalziumscore gezielt die Herzkranzgefäße abbildet, nutzen wir den Gefäßultraschall (Duplexsonografie), um die Halsschlagadern (Arteria carotis) und die Leistengefäße (Arteria femoralis) zu beurteilen. Diese beiden Untersuchungen ergänzen sich ideal, weil sie unterschiedliche Gefäßregionen in den Blick nehmen.

Plaques erkennen statt nur die Wanddicke messen

Früher galt die Messung der Intima-Media-Dicke – also der innersten Gefäßwandschicht – als Standardverfahren. Heute wissen wir, dass die gezielte Suche nach echten Plaques, also konkreten Fett- oder Kalkablagerungen, wesentlich aussagekräftiger ist. Finden wir im Ultraschall solche Ablagerungen, ändert sich Ihre Risikoklasse unmittelbar von „moderat“ auf „hoch“. Das ist besonders bei jüngeren Patientinnen und Patienten wertvoll: Nicht selten zeigt der Kalziumscore am Herzen noch einen Wert von 0, während sich in der Halsschlagader bereits erste Veränderungen abzeichnen.

Wie oft sollte kontrolliert werden?

Bei unauffälligem Befund und moderat erhöhtem Lp(a) genügt in der Regel eine Kontrolle alle zwei bis fünf Jahre. Bei Patientinnen und Patienten mit einem ausgeprägten Risikoprofil ergänzen wir die Untersuchung häufig um eine Messung des Knöchel-Arm-Index (ABI), um auch Durchblutungsstörungen der Beine frühzeitig zu erkennen.

So läuft der präventive Herz-Check bei CORTINUUM ab

Wenn Sie zu uns an den Zeugplatz in Augsburg kommen, nehmen wir uns bewusst Zeit für eine gründliche Bestandsaufnahme. Ein spezialisierter Check-up für Patientinnen und Patienten mit erhöhtem Lp(a) folgt einem klaren, strukturierten Ablauf:

  1. Anamnese und Labor: Wir erfassen Ihre Familiengeschichte und bestimmen neben Lp(a) auch das vollständige Lipidprofil sowie relevante Entzündungswerte.
  2. Risikokalkulation: Mithilfe des SCORE2-Algorithmus ermitteln wir Ihr statistisches 10-Jahres-Risiko für ein kardiovaskuläres Ereignis.
  3. Bildgebung: Je nach Alter und individuellem Profil entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen, ob ein Herz-CT für den Kalziumscore, ein Gefäßultraschall oder beides sinnvoll ist. Für die CT-Diagnostik arbeiten wir eng mit radiologischen Partnern in Augsburg zusammen.
  4. Therapieplanung: Auf Grundlage aller Befunde besprechen wir die passenden Behandlungswege – von der Optimierung des Lebensstils bis zur medikamentösen Senkung des LDL-Cholesterins.
  5. Zukunftsperspektiven: Auch wenn es derzeit noch kein zugelassenes Medikament gibt, das Lp(a) gezielt und deutlich senkt, kommen bei sehr hohen Werten und bereits bestehenden Gefäßschäden Therapien wie PCSK9-Inhibitoren (eine moderne Spritzentherapie) oder in schweren Fällen die Lipid-Apherese (eine Art Blutwäsche) in Betracht. Darüber hinaus informieren wir Sie über den aktuellen Stand klinischer Studien zu vielversprechenden neuen Wirkstoffen wie Pelacarsen oder Olpasiran.

Unser Anspruch ist es, Ihnen in Augsburg eine kardiologische Betreuung auf Universitätsniveau zu bieten – persönlich, nahbar und technisch auf dem neuesten Stand.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ab welchem Alter ist ein Kalziumscore bei hohem Lp(a) sinnvoll?

In der Regel empfehlen wir die Untersuchung für Männer ab 40 und Frauen ab 45 Jahren. Bei extrem hohen Werten (über 180 mg/dL) oder wenn in der Familie bereits sehr früh Herzinfarkte aufgetreten sind, kann ein Scan schon Mitte 30 sinnvoll sein, um den tatsächlichen biologischen Zustand der Gefäße zu kennen.

Kann ein Kalziumscore von 0 trotz erhöhtem Lp(a) beruhigen?

Ein Score von 0 ist ein sehr starker negativer Prädiktor – das heißt, Ihr Risiko für ein kardiovaskuläres Ereignis in den nächsten fünf Jahren ist statistisch sehr gering. Allerdings schließt ein Wert von 0 sogenannte „weiche“, noch nicht verkalkte Plaques nicht vollständig aus. Deshalb kontrollieren wir bei hohem Lp(a) die übrigen Risikofaktoren wie Blutdruck und LDL-Cholesterin weiterhin engmaschig.

Senken PCSK9-Inhibitoren auch Lp(a) – und wann kommen sie infrage?

Ja, PCSK9-Inhibitoren können den Lp(a)-Spiegel um etwa 20 bis 30 Prozent reduzieren. Ihr Haupteinsatzgebiet liegt jedoch in der deutlichen Senkung des LDL-Cholesterins. Sie werden meist dann verordnet, wenn trotz Statintherapie die Zielwerte nicht erreicht werden oder bereits eine manifeste Gefäßerkrankung vorliegt.

Welche Strahlenbelastung hat der Kalziumscore-Scan?

Die moderne CT-Technik arbeitet extrem strahlensparend. Die Belastung liegt in der Regel bei etwa 1 mSv – das entspricht ungefähr der natürlichen Hintergrundstrahlung, der wir in Deutschland im Laufe eines Jahres ohnehin ausgesetzt sind. Der eigentliche Scan dauert nur wenige Sekunden.

Wer übernimmt die Kosten für Kalziumscore und Gefäßultraschall in Augsburg?

Private Krankenversicherungen und die Beihilfe erstatten diese Untersuchungen in der Regel im Rahmen der Vorsorge oder bei begründetem Verdacht auf ein erhöhtes Risiko. Für gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten bieten wir die Leistungen als Selbstzahlerleistung (IGeL) nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) an.

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