07. August 2026
Auf einen Blick: Viele Menschen leiden unter plötzlichem Herzrasen und der quälenden Ungewissheit, ob die Ursache eine harmlose Panikattacke oder eine behandlungsbedürftige Herzrhythmusstörung ist. Moderne diagnostische Verfahren wie das Langzeit-EKG und der Event-Recorder ermöglichen eine präzise Differenzierung und bieten Ihnen die notwendige Sicherheit für Ihren Alltag. In unserer Augsburger Privatpraxis CORTINUUM begleiten wir Sie mit modernster Technik und kardiologischer Expertise von der ersten Messung bis zur individuellen Therapie.
Panikattacke oder Herzrhythmusstörung? Diese EKGs – vor allem das Langzeit‑EKG – klären Ihre Beschwerden in Augsburg
Es passiert oft ohne Vorwarnung: Mitten in einer ruhigen Minute oder während eines stressigen Termins fängt das Herz plötzlich an zu rasen. Der Puls hämmert bis zum Hals, ein Engegefühl breitet sich in der Brust aus, und eine unterschwellige Angst kriecht hoch. In solchen Momenten stellt sich unweigerlich die Frage – ist das „nur“ Stress, eine Panikattacke, oder steckt tatsächlich etwas Ernstes dahinter?
Diese Unsicherheit ist belastend, lässt sich aber medizinisch klären. In unserer kardiologischen Praxis am Zeugplatz in Augsburg sehen wir täglich Patientinnen und Patienten, die genau an diesem Punkt stehen. Die gute Nachricht: Wir verfügen heute über exzellente diagnostische Werkzeuge, um Licht ins Dunkel zu bringen – und bei Bedarf die Brücke zwischen Kardiologie und Psychosomatik zu schlagen.
Panikattacke oder Arrhythmie? So lassen sich die Symptome unterscheiden
Die Grenze zwischen einer psychischen Reaktion und einer echten Rhythmusstörung (Arrhythmie) ist manchmal fließend, denn die Symptome können sich stark überschneiden. Dennoch gibt es Hinweise, die uns diagnostisch den Weg weisen.
Typische Merkmale einer Panikattacke
Eine Panikattacke tritt häufig in Situationen hoher emotionaler Anspannung auf, kann Betroffene aber auch scheinbar aus heiterem Himmel überfallen. Meist erreicht die Angst innerhalb von etwa zehn Minuten ihren Höhepunkt. Typische Begleitsymptome sind starkes Zittern, Schwitzen, ein Gefühl der Unwirklichkeit – in der Fachsprache Depersonalisation genannt – oder die akute Angst, sterben zu müssen. Der Puls beruhigt sich in der Regel langsam wieder, sobald die Episode abklingt, doch danach bleibt meist eine tiefe Erschöpfung zurück.
Warnzeichen für Herzrhythmusstörungen – und wann die 112 geboten ist
Echte Herzrhythmusstörungen wie etwa Vorhofflimmern – ein unregelmäßiger, oft schneller Herzschlag, der seinen Ursprung in den Vorhöfen hat – beginnen und enden häufig sehr abrupt, fast wie auf Knopfdruck. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn das Herzrasen von einer kurzzeitigen Bewusstlosigkeit (Synkope), starkem Schwindel oder einem massiven Druckgefühl in der Brust begleitet wird. Halten die Beschwerden an oder kommt Atemnot hinzu, sollten Sie nicht zögern und die 112 rufen. Es ist immer besser, einmal zu viel kontrolliert zu werden, als eine ernsthafte kardiologische Ursache zu übersehen.
Diese EKG-Untersuchungen bringen Klarheit
Um herauszufinden, was in Ihrem Herzen vorgeht, müssen wir den elektrischen Rhythmus möglichst genau dann aufzeichnen, wenn die Beschwerden auftreten. Das EKG – das Elektrokardiogramm – ist hierfür unser wichtigstes Instrument.
Ruhe- und Belastungs-EKG: aussagekräftig, aber mit Grenzen
Das klassische Ruhe-EKG in der Praxis dauert nur wenige Sekunden und liefert eine hervorragende Momentaufnahme. Es zeigt uns allerdings nicht, was passiert, wenn Sie nachts im Bett liegen oder tagsüber unter Stress stehen. Ein Belastungs-EKG auf dem Ergometer ergänzt dieses Bild, indem es prüft, ob Rhythmusstörungen unter körperlicher Anstrengung auftreten. In unserer Praxis in Augsburg setzen wir darüber hinaus das Vektor-EKG ein – eine erweiterte Analysemethode, die uns besonders detaillierte Informationen über die elektrische Erregungsausbreitung im Herzmuskel liefert.
Langzeit-EKG, Event-Recorder und implantierbarer Loop-Recorder: für seltene Episoden
Da Herzrasen oft unvorhersehbar kommt, spielt die Langzeitdiagnostik eine entscheidende Rolle. Beim klassischen Langzeit-EKG tragen Sie ein kleines, unauffälliges Gerät über 24, 48 oder sogar 72 Stunden am Körper, das jeden Herzschlag kontinuierlich aufzeichnet.
Falls Ihre Beschwerden nur alle paar Wochen auftreten, ist ein Event-Recorder oft die bessere Wahl: Dieses Gerät aktivieren Sie selbst genau in dem Moment, in dem Sie das Herzstolpern spüren. Für sehr seltene, aber potenziell gefährliche Ereignisse – etwa ungeklärte Ohnmachtsanfälle – gibt es zudem implantierbare Loop-Recorder. Das sind winzige Chips, die unter die Haut eingesetzt werden und über Jahre hinweg jeden Herzschlag überwachen können. Sie bieten ein Höchstmaß an diagnostischer Sicherheit.
Diagnostikpfad in Augsburg: von der Erstvorstellung zum Befund
Bei CORTINUUM verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz. Wir betrachten nicht nur das EKG-Papier, sondern den ganzen Menschen.
Anamnese, Laborwerte und Herzultraschall – was wir zusätzlich prüfen
In einem ausführlichen Erstgespräch – der Anamnese – nehmen wir uns Zeit für Ihre gesamte Krankengeschichte. Oft sind es scheinbare Kleinigkeiten, die das Herz aus dem Takt bringen: ein Mangel an Magnesium oder Kalium (beides wichtige Elektrolyte) oder eine Fehlfunktion der Schilddrüse, die sich über den TSH-Wert im Blut nachweisen lässt. Mit der Echokardiographie, also dem Herzultraschall, werfen wir zusätzlich einen Blick auf die Struktur Ihres Herzens, um Klappenfehler oder eine Herzmuskelschwäche auszuschließen.
Digital unterstützt: Symptomtagebuch, Wearables und Telemonitoring
Viele unserer Patientinnen und Patienten in der Region Augsburg-Schwaben nutzen bereits Smartwatches, die den Herzrhythmus aufzeichnen können. Diese Daten binden wir aktiv in unsere Diagnostik ein. Über moderne Telemonitoring-Plattformen wie „In Touch“ lassen sich bei Patienten mit bekannter Herzinsuffizienz (Herzschwäche) wichtige Parameter sogar aus der Ferne überwachen. Ein begleitendes Symptomtagebuch hilft uns darüber hinaus, Ihre subjektiven Beschwerden mit den objektiven EKG-Daten abzugleichen – ein wertvolles Puzzlestück auf dem Weg zur Diagnose.
Therapie und nächste Schritte – Herz und Psyche zusammendenken
Sobald die Diagnose steht, erstellen wir einen individuellen Behandlungsplan. Dabei ist es uns wichtig, dass Sie den Weg verstehen und aktiv mitgestalten können.
Bei bestätigter Arrhythmie: vom Lebensstil bis zur Katheterablation
Bestätigt sich eine Herzrhythmusstörung, stehen verschiedene Therapieoptionen zur Verfügung. Oft hilft bereits eine Anpassung des Lebensstils – etwa weniger Koffein und gezielte Stressreduktion. Medikamente können den Rhythmus stabilisieren. Bei Vorhofflimmern ist manchmal eine Katheterablation sinnvoll, bei der die störenden Areale im Herzen gezielt verödet werden. Häufig kommt auch eine Antikoagulation hinzu, also die Gabe von Gerinnungshemmern, um das Schlaganfallrisiko zu senken. Wir begleiten Sie in jedem Fall engmaschig und nutzen unser Netzwerk zu spezialisierten Zentren wie dem Universitätsklinikum Augsburg.
Bei Panikstörung: Entwarnung für das Herz – und der richtige nächste Schritt
Stellt sich heraus, dass Ihr Herz organisch völlig gesund ist und die Psyche der Auslöser war, ist das kein Grund zur Scham – im Gegenteil. Die Gewissheit, dass das Herz gesund ist, wirkt für viele Betroffene bereits enorm entlastend und ist oft der erste Schritt zur Besserung. Wir unterstützen Sie durch Psychoedukation, erklären also die körperlichen Mechanismen hinter der Angstreaktion, und vermitteln Sie bei Bedarf an kompetente Therapeuten für kognitive Verhaltenstherapie in Augsburg und Umgebung.
Häufige Fragen zu Herzrasen und EKG
Welche EKG-Untersuchung ist bei seltenem Herzrasen am zuverlässigsten?
Bei seltenen Episoden reicht ein 24-Stunden-EKG oft nicht aus, weil die Wahrscheinlichkeit zu gering ist, eine Episode zufällig zu erfassen. Ein Event-Recorder oder ein Langzeit-EKG über 72 Stunden ist in solchen Fällen deutlich zuverlässiger, da der Aufzeichnungszeitraum die Chance einer Dokumentation erheblich steigert.
Woran erkenne ich den Unterschied zwischen Panikattacke und Vorhofflimmern?
Panikattacken gehen häufig mit einer starken psychischen Komponente wie Todesangst einher, und der Puls ist dabei meist regelmäßig, wenn auch schnell. Vorhofflimmern fühlt sich dagegen oft „unrhythmisch“ und stolpernd an – manche Betroffene beschreiben es als chaotisches Trommeln in der Brust.
Kann meine Smartwatch ein ärztliches EKG ersetzen?
Ein Wearable ersetzt kein vollumfängliches 12-Kanal-EKG in der Praxis, ist aber ein hervorragendes Screening-Tool. Wir bei CORTINUUM begrüßen es ausdrücklich, wenn Sie uns Ihre Smartwatch-Aufzeichnungen mitbringen oder digital übermitteln – sie können wertvolle Hinweise liefern.
Wie schnell bekomme ich in Augsburg ein Langzeit-EKG, und wie läuft die Untersuchung ab?
In unserer Privatpraxis legen wir Wert auf kurze Wartezeiten. Nach einem Beratungsgespräch kann das Gerät meist zeitnah angelegt werden. Es ist kaum größer als eine Streichholzschachtel und beeinträchtigt Sie im Alltag praktisch nicht.
Wann muss ich mit Herzrasen sofort in die Notaufnahme?
Wenn das Herzrasen mit Atemnot, starken Brustschmerzen, kalten Schweißausbrüchen oder einer Ohnmacht einhergeht, wählen Sie bitte sofort die 112.
Vereinbaren Sie Ihren Termin für ein Langzeit‑EKG in Augsburg
Haben Sie das Gefühl, dass Ihr Herz nicht im richtigen Takt schlägt? Warten Sie nicht auf die nächste Episode. Vereinbaren Sie jetzt Ihren Termin für eine umfassende Diagnostik inklusive Langzeit‑EKG in unserer kardiologischen Privatpraxis CORTINUUM am Zeugplatz. Wir bieten Ihnen kurzfristige Termine entlang der München‑Augsburg‑Achse für Ihre Sicherheit und Herzgesundheit.