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Schlafdiagnostik & Therapie

Die schlafmedizinische Diagnostik erfolgt stufenweise. Ausgangspunkt sind Ihre Beschwerden, Schlafgewohnheiten, Vorerkrankungen und Medikamente. Auch Beobachtungen von Angehörigen können hilfreich sein.

Je nach Fragestellung führen wir zunächst eine ambulante Schlafmessung oder direkt eine umfassende Untersuchung im Schlaflabor durch. Bei bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen ergänzen wir die Schlafdiagnostik bei Bedarf durch Langzeit-EKG, Langzeit-Blutdruckmessung, Echokardiografie oder Laboruntersuchungen.

Nach der Auswertung besprechen wir die Ergebnisse verständlich und entwickeln gemeinsam einen individuellen Behandlungsplan.

Schlafraum der Praxis mit Bett, Fenster und Sideboard
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Ambulante Schlafdiagnostik

Die ambulante kardiorespiratorische Polygraphie ermöglicht eine erste Untersuchung des Schlafs in der vertrauten häuslichen Umgebung. Ein kompaktes Messgerät zeichnet unter anderem Atmung, Sauerstoffsättigung, Herzfrequenz, Schnarchen und Körperlage auf.

Die Untersuchung eignet sich besonders bei einem konkreten Verdacht auf eine obstruktive Schlafapnoe. Sie zeigt, ob relevante Atemstörungen oder Sauerstoffabfälle auftreten.

Da Schlafstadien bei dieser Untersuchung nicht direkt erfasst werden, kann bei unklaren, komplexen oder widersprüchlichen Befunden eine weiterführende Polysomnographie erforderlich sein.

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Polysomnographie im Schlaflabor

Die Polysomnographie ist die umfassendste Untersuchung des Schlafs. Neben Atmung, Sauerstoffsättigung und Herzrhythmus werden Gehirnströme, Augenbewegungen, Muskelaktivität, Körperlage und Beinbewegungen aufgezeichnet.

Dadurch lassen sich Schlafstadien, Weckreaktionen, Atemstörungen, Bewegungen und nächtliche Verhaltensauffälligkeiten genau beurteilen. Die Untersuchung ist insbesondere bei komplexen Befunden, zentralen Atemstörungen, Herzinsuffizienz oder unklarer Tagesmüdigkeit sinnvoll.

Während der Nacht werden die Signale kontinuierlich überwacht. Die anschließende ärztliche Auswertung bildet die Grundlage für die weitere Behandlung.

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Kardiovaskuläre Schlafdiagnostik

Bei Bluthochdruck, Vorhofflimmern, Herzinsuffizienz oder anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist nicht allein die Zahl der Atemaussetzer entscheidend. Auch Sauerstoffbelastung, Herzfrequenz, Rhythmusstörungen und zeitliche Zusammenhänge können relevant sein.

Je nach Fragestellung kombinieren wir die Schlafmessung mit kardiologischen Untersuchungen. So lässt sich beurteilen, ob nächtliche Atemstörungen das Herz-Kreislauf-System zusätzlich belasten.

Dieser integrierte Ansatz ermöglicht eine Behandlung, bei der schlafmedizinische und kardiologische Maßnahmen aufeinander abgestimmt werden.

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Befundbesprechung und Therapieplanung

Schlafmedizinische Messungen liefern zahlreiche Daten. Entscheidend ist ihre Einordnung im Zusammenhang mit Schlafqualität, Beschwerden, Vorerkrankungen und persönlichen Therapiezielen.

Nach der ärztlichen Auswertung erläutern wir Ihnen die Ergebnisse und besprechen, ob eine Behandlung notwendig ist. Sie erhalten einen klaren Plan für die nächsten Schritte.

Dieser kann eine Überdrucktherapie, eine alternative Behandlung, Veränderungen von Gewicht oder Schlafgewohnheiten, eine kardiologische Mitbehandlung oder die Weiterleitung an spezialisierte Kooperationspartner umfassen.

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Überdrucktherapie – CPAP und APAP

Die Überdrucktherapie ist eine besonders wirksame Behandlung der obstruktiven Schlafapnoe. Über eine Maske wird ein leichter Luftdruck erzeugt, der die Atemwege während des Schlafs offen hält.

Dadurch können Atemaussetzer, Sauerstoffabfälle und viele schlafbedingte Weckreaktionen verhindert werden. Je nach Befund kommen Geräte mit konstantem oder automatisch angepasstem Druck zum Einsatz.

Für eine erfolgreiche Behandlung sind eine passende Maske, angenehme Einstellungen und eine sorgfältige Begleitung entscheidend. Beschwerden oder Nutzungsprobleme sollten frühzeitig besprochen und gezielt behoben werden.

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Alternative Behandlungen

Nicht jede Schlafapnoe muss auf dieselbe Weise behandelt werden. Abhängig von Schweregrad, Körperlage, Anatomie und Begleiterkrankungen können alternative oder ergänzende Verfahren infrage kommen.

Dazu gehören Gewichtsreduktion, Lagetherapie, individuell angefertigte Unterkieferprotrusionsschienen und in ausgewählten Fällen operative Verfahren oder eine Stimulation des Zungennervs.

Welche Behandlung geeignet ist, muss individuell geprüft werden. Die Wirksamkeit alternativer Verfahren sollte anschließend durch eine erneute Schlafmessung kontrolliert werden.

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Verlaufskontrolle und kardiologische Mitbehandlung

Eine erfolgreiche Therapie erfordert regelmäßige Kontrollen. Dabei berücksichtigen wir Schlafqualität, Tagesbefinden, Nutzungsdauer, Maskensitz und technische Gerätedaten.

Bei alternativen Verfahren prüfen wir, ob Atemaussetzer und Sauerstoffabfälle ausreichend reduziert wurden. Auch Gewicht, Blutdruck, Herzrhythmus und Begleiterkrankungen können sich im Verlauf verändern.

Bei bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen stimmen wir die schlafmedizinische Therapie mit der kardiologischen Behandlung ab. So werden Schlaf und Herz nicht getrennt, sondern als miteinander verbundene Bereiche betreut.

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