14. August 2026
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Spiroergometrie bei Herzstolpern und Luftnot: Was sie zeigt – und wann sie in Augsburg sinnvoll ist
Auf einen Blick: Die Spiroergometrie ist ein entscheidendes diagnostisches Werkzeug, um bei Symptomen wie Herzstolpern oder Luftnot präzise zwischen körperlichen Ursachen und funktionellen Beschwerden zu unterscheiden. Durch die gleichzeitige Analyse von Herz, Lunge und Stoffwechsel unter Belastung bietet sie Patienten eine objektive Grundlage für gezielte Therapieentscheidungen oder eine fundierte Entwarnung. In unserer Augsburger Privatpraxis CORTINUUM kombinieren wir diese Expertise mit modernster Technik, um Ihnen auf der München-Augsburg-Achse höchste diagnostische Sicherheit zu bieten.
Das Herz gerät plötzlich aus dem Takt, beim Treppensteigen bleibt unerwartet die Luft weg – und sofort schleicht sich eine leise Sorge ein: Ist das nur der Stress des Alltags oder steckt etwas Ernstes dahinter? Besonders wenn Herzrasen oder ein Engegefühl in der Brust hinzukommen, wird die Unsicherheit spürbar. Handelt es sich um eine harmlose Stressreaktion, vielleicht sogar eine Panikattacke? Oder signalisiert der Körper eine behandlungsbedürftige Herzrhythmusstörung? Um diese Fragen verlässlich zu beantworten, reicht ein einfaches Belastungs-EKG häufig nicht aus. Genau hier kommt die Spiroergometrie ins Spiel – eine Untersuchung, die wir bei CORTINUUM gezielt einsetzen, um der Ursache Ihrer Beschwerden auf den Grund zu gehen.
Was zeigt die Spiroergometrie bei Herzstolpern und Luftnot?
Die Spiroergometrie – in der Fachsprache auch CPET (cardiopulmonary exercise testing) genannt – gilt als Königsdisziplin der kardiologischen Leistungsdiagnostik. Der entscheidende Unterschied zum herkömmlichen Belastungs-EKG: Wir messen nicht nur die elektrische Aktivität des Herzens, sondern erfassen über eine Atemmaske gleichzeitig den gesamten Gasaustausch zwischen Lunge und Blutkreislauf.
Wichtige Messwerte: VO2peak, anaerobe Schwelle und mehr
Während der Untersuchung erheben wir eine ganze Reihe von Parametern, die zusammen ein präzises Bild Ihres körperlichen Zustands ergeben. Die VO2peak – also Ihre maximale Sauerstoffaufnahme – ist der Goldstandard zur Beurteilung der körperlichen Leistungsfähigkeit. Die anaerobe Schwelle (AT) markiert den Punkt, an dem Ihr Stoffwechsel von der sauerstoffgestützten Energiegewinnung zunehmend in den anaeroben Bereich wechselt und vermehrt Laktat bildet.
Besonders aufschlussreich ist auch die Atemeffizienz (VE/VCO2): Sie zeigt, wie viel Luft Sie bewegen müssen, um das anfallende Kohlendioxid abzuatmen. Fällt dieser Wert auffällig hoch aus, kann das auf eine Herzinsuffizienz oder eine Lungenerkrankung hindeuten. Der O2-Puls wiederum gibt Rückschlüsse auf das Schlagvolumen des Herzens – also darauf, wie viel Blut mit jedem einzelnen Herzschlag in den Kreislauf gepumpt wird. Zusammen mit der Atemreserve sowie dem engmaschig aufgezeichneten Herzfrequenz- und Blutdruckverlauf entsteht ein differenziertes Gesamtbild, das weit über einfache Fitnesstests hinausgeht.
Wie sich Rhythmusstörung, Ischämie und Angst in den Messwerten unterscheiden
Die eigentliche Stärke der Spiroergometrie liegt in der Mustererkennung. Wenn Sie unter Belastung Herzstolpern verspüren, können wir in Echtzeit überprüfen, ob die Messwerte von Lunge und Stoffwechsel zu einer organischen Ursache passen. Eine echte Ischämie – also eine Durchblutungsstörung des Herzmuskels – zeigt sich häufig durch einen charakteristischen Knick in der Sauerstoffaufnahmekurve.
Ein ganz anderes Muster entsteht dagegen bei einer Hyperventilation, wie sie typischerweise bei Angstzuständen oder Panikattacken auftritt: Die Atemfrequenz steigt steil an, während die Kohlendioxid-Abgabe paradox niedrig bleibt. So lässt sich objektiv nachvollziehen, ob der Körper tatsächlich auf eine physische Notlage reagiert – oder ob das Nervensystem ein Fehlsignal sendet.
Wann ist die Spiroergometrie hilfreich – und wann nicht?
Nicht jeder Patient mit gelegentlichem Herzklopfen braucht sofort eine Spiroergometrie. In bestimmten klinischen Situationen ist sie allerdings kaum zu ersetzen.
Typische Einsatzszenarien: belastungsabhängiges Herzrasen und Long COVID
Besonders wertvoll ist die Untersuchung bei belastungsabhängigem Herzrasen oder einer unerklärten Luftnot (Dyspnoe), die sich im Ruhe-EKG nicht abbildet. Auch bei einem plötzlichen, nicht erklärbaren Leistungsabfall oder im Rahmen einer Abklärung nach durchgemachter Infektion – Stichwort Long COVID – liefert sie häufig den entscheidenden diagnostischen Baustein. Sportlerinnen und Sportler nutzen die Spiroergometrie darüber hinaus für eine fundierte Sportfreigabe nach Erkrankungen oder zur gezielten Trainingssteuerung.
Grenzen und Alternativen
An ihre Grenzen stößt die Spiroergometrie, wenn Beschwerden ausschließlich in Ruhe auftreten. In solchen Fällen sind ein Ruhe-EKG oder ein Langzeit-EKG oft zielführender. Bei Verdacht auf strukturelle Herzfehler ist die Stress-Echokardiographie – also ein Herzultraschall unter Belastung – das Verfahren der Wahl. Und wenn das Problem primär in den Bronchien vermutet wird, kann eine ergänzende Lungenfunktionsprüfung beim Pneumologen sinnvoll sein.
Panikattacke oder Arrhythmie? Spiroergometrie und Langzeit-EKG im Zusammenspiel
Die Unterscheidung zwischen einer psychogenen Reaktion und einer organischen Arrhythmie gehört zu den anspruchsvollsten Fragestellungen in der Kardiologie – und zu unseren Kernaufgaben bei CORTINUUM in Augsburg.
Die Kombination aus CPET und Langzeit-EKG
Häufig macht gerade das Zusammenspiel beider Verfahren den Unterschied. Während die Spiroergometrie die Reaktion des Körpers auf gezielte Belastung sichtbar macht, fängt ein Langzeit-EKG oder ein Event-Recorder – ein kleines tragbares Gerät zur Aufzeichnung seltener Herzrhythmusereignisse – genau jene Störungen ein, die spontan und unvorhersehbar im Alltag auftreten. Ob beide Untersuchungen parallel oder nacheinander stattfinden, entscheiden wir individuell, um auch seltene Episoden sicher zu erfassen.
Warnzeichen, die eine sofortige kardiologische Abklärung erfordern
Es gibt Symptome, bei denen Sie nicht abwarten sollten. Suchen Sie umgehend unsere Praxis am Zeugplatz oder eine Notaufnahme auf, wenn Sie eine Synkope (kurzzeitige Ohnmacht) erleben, stechende Thoraxschmerzen (Brustschmerzen) unter Belastung verspüren, Ihr Ruhepuls dauerhaft über 120 Schläge pro Minute liegt oder Sie eine deutliche Sauerstoffentsättigung bemerken – erkennbar etwa an bläulich verfärbten Lippen. Solche Warnzeichen erfordern eine umgehende Diagnostik gemäß den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK).
Ablauf, Vorbereitung und Auswertung in unserer Praxis in Augsburg
Uns ist wichtig, dass Sie sich bei der Untersuchung gut aufgehoben fühlen. Die Spiroergometrie in unserer Praxis folgt einem klar strukturierten Ablauf.
So läuft der Test ab
Sie nehmen auf einem modernen Fahrradergometer Platz und bekommen eine passgenaue Atemmaske angelegt, über die wir jeden einzelnen Atemzug analysieren. Nach einer kurzen Ruhephase beginnt das sogenannte Rampenprotokoll: Der Tretwiderstand steigt kontinuierlich und sanft an, bis Ihre individuelle Belastungsgrenze erreicht ist. Die gesamte Untersuchung dauert inklusive Vorbereitung etwa 45 bis 60 Minuten. Während der gesamten Zeit überwachen wir permanent Ihr EKG und Ihren Blutdruck.
Vorbereitung und Ergebnis
Bringen Sie bitte bequeme Sportkleidung und ein Handtuch mit. Etwa zwei Stunden vor dem Test sollten Sie auf schwere Mahlzeiten verzichten. Ob und wie bestimmte Medikamente – insbesondere Betablocker, die die Herzfrequenz dämpfen – vor der Untersuchung angepasst werden müssen, besprechen wir vorab persönlich mit Ihnen, da dies von der jeweiligen Fragestellung abhängt.
Das Ergebnis erhalten Sie noch am selben Tag: Wir werten die Daten unmittelbar nach der Untersuchung aus, sodass Sie unsere Praxis in der Regel mit einem klaren Befund verlassen. Auf Wunsch erhalten Sie zusätzlich konkrete Empfehlungen für Ihre optimalen Trainingsbereiche – damit Sie mit der nötigen Gewissheit in Ihren Alltag zurückkehren können.
FAQ: Häufige Fragen zur Spiroergometrie
Was kann die Spiroergometrie bei Herzstolpern konkret sichtbar machen?
Sie zeigt, ob das Stolpern mit einer Sauerstoff-Minderversorgung des Herzens oder mit einer fehlerhaften Atemtechnik wie Hyperventilation einhergeht. So lässt sich klären, ob das Herzstolpern eine harmlose Begleiterscheinung ist oder ein ernstzunehmendes Warnsignal.
Hilft die Spiroergometrie dabei, Panikattacken von echten Herzrhythmusstörungen zu unterscheiden?
Ja, und zwar sehr zuverlässig. Bei einer Panikattacke zeigen sich typische Veränderungen der Atemgase – vor allem ein Absinken des CO2-Werts –, während bei echten Arrhythmien messbare Einbrüche in der Förderleistung des Herz-Kreislauf-Systems auftreten.
Wann ist zusätzlich ein Langzeit-EKG sinnvoll?
Immer dann, wenn die Beschwerden unvorhersehbar im Alltag auftreten und sich nicht zuverlässig durch körperliche Belastung auslösen lassen.
Worin unterscheidet sich die Spiroergometrie vom klassischen Belastungs-EKG?
Das Belastungs-EKG erfasst lediglich die Stromkurven des Herzens und den Blutdruck. Die Spiroergometrie ergänzt diese Daten um eine detaillierte Analyse der Atemgase, wodurch sich zusätzlich Lungenfunktion und Zellstoffwechsel beurteilen lassen.
Wie bereite ich mich vor, und muss ich Medikamente wie Betablocker anpassen?
Kommen Sie ausgeruht und in Sportkleidung. Ob Medikamente vorübergehend pausiert oder angepasst werden sollten, entscheiden wir gemeinsam im Vorgespräch – das hängt ganz von der Fragestellung Ihrer Untersuchung ab.
Vereinbaren Sie jetzt Ihre Spiroergometrie in Augsburg
Möchten Sie Klarheit über Ihre Leistungsfähigkeit gewinnen oder die Ursache für Herzstolpern und Luftnot endlich verstehen? Vereinbaren Sie jetzt Ihren Termin bei CORTINUUM für eine fundierte Spiroergometrie in Augsburg – mit individueller Auswertung und, bei Bedarf, Kopplung mit einem Langzeit-EKG zur sicheren Diagnose. Wir begleiten Sie mit Expertise und modernster Technik auf Ihrem Weg zu mehr Sicherheit und Gesundheit.